Musikschule Unterer Neckar ©2017

Über uns | Konzertreisen


zurück zu Über uns

Konzertreisen


A Symphonic Project in Gorlice / Polen
A Symphonic Project in Gorlice
2013 - A SYMPHONIC PROJECT

Konzertreise des Sinfonieorchesters der Musikschule nach Polen / Gorlice


Von Freitag 25. Oktober 2013 bis Donnerstag 31. Oktober 2013 besuchte das Sinfonieorchester der Musikschule die Partnermusikschule in Gorlice / Polen. Gorlice liegt im Südosten von Polen, ungefähr 120 Kilometer südlich von Krakau, 20 Kilometer von der slowakischen Grenze und 50 Kilometer von der Ukraine.

Dies war nun schon der zweite Besuch unserer Musikschule dort und wir haben dabei Großartiges erleben können. Eine Woche lang probten die Musikschüler beider Schulen an einem Konzertprogramm mit dem Arbeitstitel „An english Tea-Time-Concert“! Englische Musik vom Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zur Musik der englischen Popgruppe Queen. Die Aufführung fand dann im großen Konzerthaus in Gorlice statt und wurde von 2 Fernsehanstalten mitgeschnitten. Wir haben die großartigen Eindrücke u.a. in Facebook dokumentiert und sie finden dies auf den folgenden Seiten (externe Links):

https://www.facebook.com/Gorlice2013
https://www.facebook.com/marco.rogalski.1
http://www.youtube.com/watch?v=AaeeSElHFCw
http://www.psmgorlice.pl/index.php/galeria/zdjecia-z-2013r/image/1691-img-9471#fwgallerytop
http://rtvg.pl/main?f=3078

Reisebericht unserer Schüler

Freitag, den 25. Oktober 2013

Bericht der Violoncellogruppe

Unser Reisebus fuhr um 23:30 Uhr an der Duttenberger Haltestelle ein. Nach dem unterbringen des Gepäcks und dem Zerlegen der Gran Cassa begann unsere Fahrt nach Polen um 0:30 Uhr. In den ersten vier Stunden nach Chemnitz, wo Fahrertausch und Toilettenpause war, schlief man im vorderen Teil des Busses während man im hinteren Teil noch wach war. Das um 8:00 Uhr geplante Frühstück verzögerte sich aufgrund Platzmangels auf dem vorgesehenen Parkplatz um etwa eine halbe Stunde. Zum Frühstück gab es schließlich Hefezopf mit verschiedenen Brotausstrichen, Kaffe, Kakao sowie mehrere kalt Getränke. Nach weiteren Stunden Fahrt fand eine erneute Toilettenpause auf einem Rastplatz in der Nähe des Flughafens bei Krakau statt, wo auch die Autobahn endete auf der wir bisher gefahren waren und auf der Herr Kokoszka viel zu den Gebäuden und Kirchen neben der Autobahn erzählt hat. Vor Krakau kamen dann auch die kleineren, meist sowjetisch geprägten Vororte zur Sicht. Von Krakau aus nach Gorlice lief ein Film Namens „Paul, ein Alien auf der Flucht“. In Gorlice dann zeigte uns Herr Rappala den Weg zur Musikschule, wo wir dann ausstiegen. Nach 16 Stunden Fahrt und einer herzlichen Begrüßung vor der Musikschule ging es weiter zum Rathaus, wo der Bürgermeister ein Empfang mit Essen und Getränken bereitet hatte, nachdem er eine Rede gehalten hatte, die gefilmt wurde.
Anschließend fand die Einteilungen in die Gastfamilien statt und wir verstauten unsere Instrumente sowie Koffer in der Musikschule oder in den Autos der Gastfamilien während der Bus zum Hotel für die Lehrer weiterfuhr.

Samstag, den 26. Oktober 2013

Bericht der Violagruppe

An unserem ersten Tag in Polen brachen wir bei Bilderbuchwetter ins 25 km östlich im Karpatenvorland gelegene Trzcinica auf, und begannen so eine Zeitreise weit zurück in die Vergangenheit Polens. Unter einem Hügel hatten Archäologen die Überreste einer aus der Bronzezeit stammenden Stadt gefunden. Die Lebensweise und Alltagswelt ihrer Bewohner wurde uns durch die Fundstücke und den Nachbau der Siedlungsanlage lebendig vor Augen geführt. Von sogenannten „Karpaten-Troja“ aus war die Holzkirche von Binarowa die nächste Station. Die vom Boden bis zur Decke prächtig ausgemalte Kirche ist ein Unesco- Weltkulturerbe und seit dem 14. Jahrhundert bis heute ohne Unterbrechung als Gotteshaus in Benutzung. Der letzte Geschichtsträchtige Ort, unseres Ausfluges war Biecz- eine im Mittelalter bedeutende Handelsstadt, die uns mit ihrer Stiftskirche, dem Stadttor und dem Rathausturm sehr an unser heimatliches Bad Wimpfen erinnerte. Bei einem leckeren Mittagessen in Gorlice verdauten wir die Kulturellen Eindrücke und stärkten uns für die Probe am Nachmittag. Die erste Probe begann mit einem Geburtstagsständchen für Herr Rogalski- und als unsere polnischen Gastgeber noch eineTorte hereinbrachte, war die Überraschung perfekt! als erstes probte der polnische Dirigent Krzysztof Biel mit uns die klassischen Stücke, bei denen wir zum ersten mal gemeinsam musizierten. Im Anschluss ging es mit den Queen- Stücken weiter, wobei das Tempo, das Herr Rogalski aufschlug, für die Polnischen Musiker unerwartet war. Um 19:00 Uhr beendeten wir unsere gemeinsame Probe mit einem guten Gefühl und mit der Vorfreude auf die kommende Woche

Sonntag, den 27. Oktober 2013

Bericht der 2. Viola

Die meisten (der Polenreisenden) besuchten mit ihren Gastfamilien die Kirche. Danach war das Programm sehr vielfältig und bunt gemischt: Von Slowakeibesuch über Stadtbesichtigungen zu langen Spaziergängen in den wunderschönen Wäldern Polens war alles dabei. Auch wurden uns die Sagen und Geschichten Polen erzählt, in denen es meistens um Hexen, Fabelwesen, Krieg und Gott geht.
Am Nachmittag probten wir die Queen-Classical Stücke. Da wir ja zusammen mit den polnischen Musikern probten, musste Herr Rogalski die Probe auf englisch leiten, was sich als sehr anstrengend herausstellte. Trotzdem war die Probe erfolgreich! Danach begaben wir uns in das Nebengebäude der Musikschule, dort fand das Lehrerkammerkonzert statt. In einem bunt gemischten Programm, in dem jeder Zuhörer auf seine Kosten kam, gaben die Künstler ihr Bestes zum Vorschein. Sechs kleine Ensembles, welche sowohl aus polnischen als auch aus deutschen Musikern bestanden, legten ein Programm von einer Stunde zutage. Das Highlight des Abends, ein Akkordeon- Ensemble, welches von unserem Schlagzeuglehrer Stanislav Kokoszka begleitet wurde. Danach wurden wir mit einem riesigen Buffet in einem Nebenzimmer empfangen. Auch wenn so gut wie jeder bereits satt war, haben sich doch alle über den köstlichen Imbiss gefreut. Gegen Ende fuhren alle mit ihren Gasteltern wieder nach Hause. Es war ein gelungener Abschluss eines schönen Sonntags.

Montag, 28.Oktober 2013

Bericht der 1. Violine

Auf geht’s nach Krakau! Damit wir unseren Zeitplan einhalten konnten mussten wir schon um 7 Uhr Morgens an der Musikschule sein, um dann eine 3 Stunden mit dem Bus nach Krakau zu fahren. Wir legten einen Zwischenstopp ein, bei dem wir das Musik- und Kulturzentrum vom polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki besuchten. Dort sahen wir uns den riesigen Konzertsaal mit einer kinogroßen Leinwand, die Übungsräume und die Bibliothek, für welche eine viertel Tonne Noten gedruckt wurden, an. Anschließend ging die Fahrt weiter. In Krakau wurden wir dann von einer Touristenführerin empfangen, welche uns viel zu Krakau, seiner Geschichte und seinen Legenden erzählte. Sie führte uns durch die Burg Wawel, ging mit uns in die Innenstadt und zeigte uns die berühmte Marienkirche. Nach dieser informativen Führung hatten wir mehr als 3 Stunden Freizeit, in denen sich jeder auf seine eigene Weise in der Stadt vergnügen durfte. Manche bummelten in den netten kleinen Läden, andere unternahmen eine große Shoppingtour und wieder andere genossen einfach die Schönheit Krakaus. Um 17 Uhr war dann wieder Treffpunkt für alle und als dann auch die letzte Gruppe ankam, ging es mit dem Bus wieder in Richtung Gorlice. Zwischendurch legten wir noch eine Pause im Restaurant ein. Dort wurden unsere leeren Mägen mit Schnitzel und Pommes gefüllt. Als wir wieder in Grolice ankamen, packten wir unsere Instrumente noch in den Bus, damit diese dann zur nächsten Probe bereit standen.

Dienstag, den 29.Oktober 2013

Bericht der Holzbläser

Nach einem ausgiebigen Frühstück in den Gastfamilien, waren wir alle zur Probe um 9:00 Uhr pünktlich da. Doch der Probeanfang musste verzögert werden, da noch die Tontechnik getestet und die Bestuhlung hingerichtet wurde, weil wir die Probe ab diesem Zeitpunkt im Kulturzentrum Gorlice verbrachten und noch nichts aufgebaut war. Also fing die Probe um 10:00 Uhr an. Nach einer guten Probe und einer kleinen Pause zwischendrin fuhren wir um 12:30 Uhr zu einer Besichtigung eines Kastells aus dem 16. Jahrhundert. Daneben gab es in einem Holzhäuschen nach der Besichtigung ein leckeres Mittagessen (Spätzle, Fleischknödelchen mit Pilzsoße und Rotkraut) worauf dann auch Kaffee und Kuchen folgten. Nach einer kurzen Freizeit bei dem Kastell ging es per Bus zur weiteren Probe in das Kulturzentrum. Um 18:30 Uhr, nach 7 Stunden harter aber guter Probe wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und verbrachten den weiteren Abend im familiären Beisammensein.

Mittwoch, den 30. Oktober 2013

Bericht der Blechbläser

Zur Generalprobe um 9:00 Uhr waren alle, die polnischen Musiker, die Orchestermitglieder aus den Gastfamilien und die Lehrkräfte aus dem Hotel, pünktlich zur Stelle. Die vier gemeinsamen Stücke mit dem Chor, standen zu Beginn auf dem Programm. Die Ton- und Fernsehtechnik musste sich noch auf diese umfangreiche Herausforderung einstellen. Die beiden Gesangsolisten waren gut in Form. Die Generalprobe nahm dann einen für sie typischen Verlauf. Einige Passagen mussten noch intensiver nachgearbeitet werden. Nach dem Mittagessen im Lehrerhotel war sogar noch etwas Zeit für eine Mittagspause oder einen Einkaufsbummel. Doch einige nutzten die freie Zeit, um gemeinsam auf dem Klavier zu musizieren. Um 14:45 Uhr kam der Bus und brachte uns zum Kulturzentrum, in dem wir unsere letzte Probe vor dem Konzert hatten. Diese verlief wunderbar, ohne gravierende Fehler und unser Dirigent, Marco Rogalski, freute sich ungemein auf des Konzert. Nun kamen die schlimmsten Minuten vor dem großen Auftritt. Wir zogen unsere besten Kleider an und polierten nochmals unsere Instrumente. Nun ist der Moment gekommen, auf den sich alle so gefreut hatten. Wegen eines kleinen Zwischenfalls, hat sich die Ankunft des Bürgermeisters verzögert. Wir mussten weitere 10 Minuten leiden!
Das Konzert verlief gut. Alle Einsätze kamen fast von allein, und selbst die Schlagzeuger spielten alle auf Schlag. Wir legten also ein bombastisches Konzert ab. Es waren zwei Fernsehsender anwesend. Der Saal war brechend voll. Sogar Vertreter des Landkreises waren anwesend. Nach dem Konzert halfen alle noch die Schlagzeugutensilien in den Bus zu bringen. Anschließend wurde gefeiert mit DJ Musik und gutem Essen.

Donnerstag, den 31. Oktober 2013

Bericht der Schlagzeuger

Am letzten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, da die Rückreise schon um 7 Uhr morgens anstand. Der Bus wartete am Hotel, indem die Lehrer untergebracht waren. Dort trafen wir uns am Morgen alle und beluden den Bus. Das Verabschieden unserer Gastfamilien fiel uns allen sehr schwer. Zu Beginn machte der Busfahrer und Herr Rogalski eine Ansage über die Fahrt und das am vorherigen Tag gespielte Konzert. Nach zweieinhalb Stunden machten wir unsere erste Pause in der wir noch einmal unsere Zlotys, sofern wir noch welche besaßen, bei einer Tankstelle loswerden. Danach machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Heimat. Die Fahrt verlief musikalisch, lustig und ruhig zugleich. Wir hörten Musik, amüsierten uns und teilweise ruhten sich noch einige von den Strapazen am Vortag aus. Nach der nächsten Pause hörten wir uns die Queen-Werke an, die wir am Konzert in Gorlice gespielt haben. Es begeisterte uns selber, welch tolle Leistung wir gebracht haben. Jedoch wurden wir nach der Grenze gestört, da die Polizei uns angehalten hat, um zu kontrollieren, was uns nach Polen getrieben hat. Sobald wir in Chemnitz waren, gab es am Hauptbahnhof einen Fahrerwechsel. Außerdem gab es an einem Chemnitzer Rasthof Wurst, Brot und etwas zu trinken. Nach dieser kleinen Stärkung fuhren wir weiter und nach der letzten Pause kam uns die Gegend immer bekannter vor. Nach guten 16 Stunden Fahrt haben wir dann unser Ziel erreicht. Wir waren sehr erschöpft, halfen jedoch alle den Schlagzeugern und gingen dann mit gutem Gewissen nach Hause.

2009 - Konzertreise nach Gorlice / Polen

Gefördert durch das DPJW (deutsch-polnisches Jugendwerk) fuhren von der Musikschule Unterer Neckar 50 Schüler des Sinfonieorchesters und 9 Lehrkräfte an die Musikschule Gorlice, im Südosten Polens. Gorlice ist eine Kreisstadt mit insgesamt 35.000 Einwohnern. Die dortige Musikschule hat knapp 300 Musikschüler. An der Musikschule in Gorlice trafen dann unsere Schüler auf die dortigen und wirkten gemeinsam in einem großen Kooperationsorchester.

Reisebericht unserer Schüler

Freitag, 23. Oktober 2009


Am 23. Oktober 2009 um 00:00 Uhr sollte es endlich losgehen. Das Schlagzeugregister hatte sich wie besprochen um 22.30 Uhr in Duttenberg an der Alten Kelter getroffen. Wir waren alle gut drauf und waren gespannt, was uns in Polen so alles erwarten würde. Also packten wir das ganze Kleinzeug, wie Percussionsintrumente , Ständer, Hocker und Beckenständer mit den dazugehörigen Becken in Herrn Kokoszkas (Schlagzeugleherer) Auto. Da dies ein wenig zu klein für all diese Sachen war, kam Herr Reiß, der Vater von Pascal Reiß, heraus und bat uns an noch Sachen in sein Auto zu laden. Herr Kokoszka und Herr Reiß fuhren die Schlagzeugutensilien zum Bus. Langsam wurde es voll an der Bushaltestelle. Musiker und Familie warteten gespannt auf den Bus. Die ersten Verabschiedungen erfolgten schon. Dann kam der Bus. Voller Energie strömten, schon kurz nachdem die Busfahrer Dieter und Michael die Türen öffneten, einige in den Bus, um die besten Plätze zu reservieren. Danach luden alle ihr Gepäck ein und suchten sich ebenfalls einen Platz. Und ab ging es nach Polen! Draußen standen noch Familien zum winken. Auf den ersten Kilometern stellten sich die Busfahrer vor und erklärten ein paar wichtige Dinge über den Bus. Am Anfang der Fahrt wurde noch viel im Bus geredet und erzählt, doch da eigentlich alle ziemlich müde waren, wurde es schnell ruhiger und nach einiger Zeit schliefen alle ein, mit den Hintergedanken an ihre Familie und der bevorstehenden Konzertreise nach Polen.
(geschr.: Schlagzeugregister - Nils Lustig)

Samstag, 24. Oktober 2009


Nach einer Nacht im Bus begann unser Morgen mit Saitenwürstchen und Kaffee bei einem gemütlichen Frühstück auf einem polnischen Parkplatz. Um uns herum herrschte Einöde und wir bemerkten schnell, dass uns die Gegend fremd war. Nach einer langen Busfahrt durch die Pampa, da es nach Gorlice keine Autobahn gibt, wurden wir in der Musikschule in Gorlice bei Regen und Nebel herzlich empfangen. Von der Gastfreundschaft waren wir sofort begeistert. Nun wurden wir unseren Gastfamilien zugewiesen. Dort lernten wir während eines leckeren Abendessens die Gastfamilie und die Kultur des Landes kennen. Erschöpft von der langen Reise gingen wir schlafen und freuten uns auf die nächsten Tage.
(geschr.: Musikschüler/-schülerinnen Flöte und Oboe)

Sonntag, 25. Oktober 2009


Am Sonntagmorgen lernten wir die Religion unserer Gastfamilien kennen. Es war interessant zu sehen, wie sich das stundenlange Knien auf nacktem Fußboden anfühlt. Nach der Kirche aßen wir in einer großen Runde mit Dolmetscher, Pfarrer und Bekannten der Familien gemeinsam zu Mittag. Die Stimmung war bombig, vor allem die Witze des Pfarrers. Nach dem ausgiebigen Mittagessen schloss sich sofort ein gemütliches Kaffeekränzchen an. Durch unser lustiges Beisammensein vergaßen wir völlig die Zeit und brausten deswegen mit einem atemberaubend schnellen Tempo durch die zwar gut ausgebauten, jedoch etwas holprigen, Straßen zur Musikschule. Leider kamen wir trotzdem nicht ganz pünktlich zur Probe. Das Zusammenspiel machte uns allen viel Spaß, wobei wir vom Tempo einiger Stücke überrascht waren. Und auch die Verständigung zwi-schen den Musikern aus Bad Friedrichshall und Gorlice verlief fast problemlos. Danach fand ein Konzert statt, bei dem die Lehrer beider Musikschulen ihr Bestes gaben. Mit gewohnter Gastfreundlichkeit wurden wir anschließend vom Landrat und wichtigen Leuten der Stadt bei einem Empfang herzlich begrüßt. Danach kehrten wir früh in unsere Gastfamilien zurück, um den nächsten Tag ausgeruht starten zu können.
(geschr.: Musikschüler/-schülerinnen Klarinetten und Fagott)

Montag, 26. Oktober 2009


Krakaubesuch
Ein besonderer touristischer Höhepunkt unserer Polenreise war der Besuch der sagenumwobenen Stadt Krakau. Die morgendliche Schläfrigkeit wurde schnell durch ein gemeinsames Geburtstagsständchen für unseren Chef Herrn Rogalski überwunden. Nach 120 km und dreieinhalb Stunden Fahrt erreichten wir endlich Krakau. Beim Überqueren des Flusses Weichsel fiel unser Blick sofort auf die stattliche Festung „Wawel“. Dort begann unsere Stadtführung. Die verschiedenen Kapellen erschlossen uns die Geschichte Krakaus und bildeten einen Nachvollzug der wechsel-haften Epochen und Herrschaftszeiten. Besonders erstaunlich und atemberaubend erschien uns die riesige Sigmundis-Glocke mit ihren überdimensionalen Ausmaßen. Diese ist nur über ein verzweigtes, hölzernes Treppensystem zu erreichen. In den Straßen Krakaus wurde schnell bewusst, wie sehr die Einheimischen ihren großen heiligen Vater Karl Woytila würdigen, ja ihn lieben. Unser Weg führte zum größten Markplatz Europas, mit den berühmten Tuchhallen und der Marienkirche. Nach einem kurzen Besuch der Marienkirche hörten wir zusammen das Trompetensignal des Turmwächters vom Kirchturm. Der Sage nach weckte dieses Signal vor hunderten von Jahren die Bürger Krakaus und warnte sie vor dem Einfall der Tartaren (mongolische Reiter). Diese beschossen die Stadt und verletzten dabei den Trompeter tödlich. Das abrupte Ende des Trompetensignals wird ebenso wie damals ausgeführt und jede volle Stunde in alle vier Himmelsrichtungen geblasen. Nun wurde unsere Gruppe aufgeteilt und wir erkundeten Krakau auf eigene Faust. Nach ca 2 Stunden fuhren wir dann wieder Richtung Gorlice. An einer Tankstelle, an der wir eine Toilettenpause einlegten, war kurz ein Personenverlust zu bemerken, der dann aber relativ schnell wieder behoben werden konnte. Wie aßen dann noch in einem Motel und fuhren anschließend „total fertig“ nach Gorlice zu unseren Gasteltern, mit denen wir dann nach Hause gingen. So ging auch der 3. Tag zu Ende.
(geschr.: Musikschüler/-schülerinnen der Blechbläser)

Dienstag, 27. Oktober 2009


Nach dem Frühstück bei unseren polnischen Gastfamilien probten wir im Gemeinschaftsorchester bis zum gemeinsamen Mittagessen. Anschließend besichtigten wir mit den polnischen Musikschülern einige Sehenswürdigkeiten in der Region Gorlice. Zu Beginn sahen wir eine römisch-katholische Holzkirche des 16. Jhd. in Sekowa. Im Anschluß fuhren wir zu einem Soldatenfriedhof des 1. Weltkrieges. Dieser befand sich am Matastowska-Paß. Zuletzt hielten wir bei einer zweiten Holzkirche, die ursprünglich eine griechisch-katholische Kirche war, heute aber römisch-katholische Gottesdienste gehalten werden. In dieser Kirche, die in Kwiatori war, konnte man einige schöne Ikonen bestaunen. Während der gesamten Besichtigungsfahrt begleitete uns ein polnischer Reiseführer, durch den wir sehr viel über die Sehenswürdigkeiten erfuhren. Herr Kokoszka, der den Reiseführer übersetzte, gab uns noch einige zusätzliche Informationen. Nach einem gelungenen Ausflug probten wir erneut mit den Schülern der Musikschule von Gorlice und aßen anschließend bei Ihnen zu Hause zu Abend.
(geschr.: Musikschüler/-schülerinnen der 1. Violine)

Mittwoch, 28. Oktober 2009


Am Mittwoch erreichte unser Aufenthalt in Polen seinen Höhepunkt. Morgens ging es gleich zur Probe im Kulturzentrum in Gorlice, wo wir zusammen mit den polnischen Musikschülern die Generalprobe für das Konzert hatten. Anschließend besichtigten wir, nach einem gemeinsamen Mittagessen, in Kleingruppen die Stadt, in der es viel Kulturelles wie z.B. die Marienkirche oder den Rathausplatz zu sehen gab. Gegen Abend ging es mit dem Bus zurück zum Kulturzentrum in Gorlice, wo unser Partnerschaftskonzert stattfand. Es war das „I-Tüpfelchen“ unseres Austausches. Und wir hatten großen Erfolg dabei! Danach feierten wir bei einem gemeinsamen Abendessen den Erfolg und die Freundschaft unserer Partnerschaft.
(geschr.: Musikschüler/-schülerinnen der 2. Violine)

Donnerstag, 29. Oktober 2009


Das war hart: um 4.45 Uhr ertönte das Wecksignal der Uhr nach kurzer Nachtruhe im Anschluss an den gemeinsamen fröhlichen Abend an der Musikschule, bei dem alle Anspannungen des Orchesterkonzerts und dessen Vorbereitung abgefallen war und bei dem der Gedanke an die frühe Abreise die Festesfreude eher gehemmt hätte. Es bleibt nur wenig Zeit zum Frühstück, denn alle restlichen Reise- und Konzertutensilien wurden noch eingepackt und der Bus stand schon in der Nähe der Musikschule zum Einladen des Gepäcks und der Instrumente bereit. Dann hieß es endgültig „do widzenia“ – „Auf Wiedersehen“, herzliche Verabschiedung, besonders auch von den Gastfamilien verbunden mit herzlichem Dank für die gute Unterbringung und Verpflegung wäh-rend des Aufenthaltes. Gegen 6.30 Uhr setzte sich unser Bus in Bewegung in Richtung Heimat, zunächst in stundenlanger Fahrt auf Landstraßen durch zahlreiche Dörfer und ein Stück weit entlang des Nebenflusses der Weichsel: Dunajec. Bei Krakau war endlich die Autobahn erreicht, und bei ruhiger und gleichmäßiger Fahrt ließ sich noch ein wenig Schlaf nachholen, während draußen Nieselregen herrschte. „Das ist die letzte Rast in Polen, wo ihr euere Ztoty noch ausgeben könnt.“ „Abfahrt ist um fünfundvierzig“, kündigte der Busfahrer Michael an; nach einer halben Stunde an der polnischen Raststätte ging es weiter, wobei nun Dieter, der andere Busfahrer das Steuer übernahm.
Plötzlich schreckte man auf, man spürte wie der Bus ziemlich abrupt abgebremst wurde bis zum Stillstand und schaute sich um: wir standen auf der Standspur der Autobahn, vor uns ein polnisches Polizeifahrzeug, Stanislaw Kokoszka begab sich nach vorne, um falls erforderlich zu übersetzen. Zwei Beamte in Uniform gingen durch den Bus und sammelten von den meisten die Reisepässe und Personalausweise ein und nahmen sie mit in das Polizeiauto. Nach einigen Minuten des Wartens gab es „Entwarnung“: Busfahrer Dieter verteilte die eingezogenen Dokumente wieder während wir mit seinem Michael am Steuer bei Görlitz über die Grenze nach Deutschland fuhren. Auf einem Rasthof bei Dresden, den wir auch ansteuern mussten, weil wir „fast nur noch Luft im Tank“ hatten, verließ uns unsere Kollegin Christiane Adamczyk, nachdem ihr Marco Rogalski unseren Dank für ihre Mitwirkung ausgesprochen hatte. Zwischendurch gab es heißen Leberkäse und heiße Würstchen mit Brot. Vor der Ankunft auf dem Rasthof Kammerland, den wir nach Einbruch der Dunkelheit erreichten, verabschiedeten wir dankbar unseren Aushilfshornisten Hendrik Wächter. Allmählich wurde das Ende der Rückreise absehbar. Marco Rogalski griff zum Mikrophon:“…noch zwei Stündchen…“, er sprach im Zusammenhang mit unserer Konzertreise von einem Beitrag zur Völkerverständigung (auch wenn es etwas pathetisch klingt), er dankte jeweils bedacht mit lebhaftem Beifall, den beiden Fahrern, den Lehrern, unter diesen ganz besonders Stanislaw Kokoszka für seinen wesentlichen Beitrag zum Zustandekommen unserer Reise in seine Heimat sowie für seine interessanten Erläuterungen dank seines immensen Wissens (Zwischenruf:“Lexikon“), schließlich allen Mitreisenden zusammen für ihren Einsatz.
Das nächste Ziel ist auch bereits ins Auge gefasst: „Eine deutsche Weihnacht“ am 06 und 13. Dezember in Bad Rappenau und Bad Wimpfen. Auch die beiden Fahrer bedanken sich dafür, dass sie mit uns nach Polen reisen durften und für unser Konzert am Mittwoch, das ihnen ganz besonders gut gefallen habe. Stellvertretend für alle Beteiligten nahm zuletzt noch Helen May das Mikrophon, um Marco Rogalski für die Organisation der Reise und der Konzerte sowie die Leitung der Orchesterproben und des Orchesterkonzerts zu danken. Gegen 21.00 Uhr trafen wir an der Haltestelle in Bad Friedrichshall-Duttenberg ein, wo uns die Eltern der Schüler bereits erwarteten.
(geschr.: Klaus Mühleck)
nach oben